Leitbild und Selbstverständnis Mein Weg - Dein Weg - unser Weg Kein Weg - ein Weg - viele Wege 1. Einführung Aus persönlicher Betroffenheit und daraus resultierenden Erfahrungen entwickelte sich die Idee, Mitmenschen, die Unterstützung benötigen, auf ihrem Weg durch das Leben zu begleiten. Aus dieser Idee resultierte am 3.10.2002 in Leipzig die Vereinsgründung. Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt unserer Arbeit. Unser christlich geprägtes Menschenbild erfasst Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Menschen als unteilbares Ganzes. Aus dieser Einheit heraus wollen wir Wege für jeden Einzelnen finden und beschreiten. Das Leitbild ist unverzichtbare Grundlage für alle, die dem Verein als Mitglied angehören oder mit ihm und in seinem Sinne tätig sind. Das Leitbild wurde auf der Mitgliederversammlung des Vereins am 22.01.04 in Leipzig beschlossen. 2. Wer ist auf dem Weg? Dem Verein gehören sozial engagierte Menschen an, die anderen Mitmenschen Unterstützung anbieten und Verantwortung für sie und mit ihnen übernehmen wollen. Stärkere und Schwächere gehen gemeinsam einen Weg. Jeder Mensch ist einmalig, jeder Mensch geht seinen Weg. Der Vereinsname wurde aus diesem gedanklichen Kontext heraus bewusst gewählt. Wir helfen denjenigen, die für sich noch keinen Weg gefunden haben, wobei wir uns darüber im klaren sind, dass es keinen "Königsweg" gibt. Der Verein und seine Projekte werden vom ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder und der Helfer/innen getragen. Eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten ist Voraussetzung für unser erfolgreiches Wirken. Kompetente Kooperationspartner unterstützen uns in unserer Arbeit. 3. Wohin führt der Weg? Der Weg ist das Ziel. Auf dem Weg bietet der Verein Begegnungsmöglichkeiten und Begleitung an. Der Verein knüpft soziale Netzwerke für die Bewältigung des Alltags, damit professionelle Hilfe auf Dauer überflüssig wird. Unsere Arbeit richtet sich gegen Selektierung und Separierung von Gruppen in unserer Gesellschaft. Insbesondere sollen Kinder angesprochen werden; ihnen werden Lernräume eröffnet und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt, die sie ihren ganz eigenen Entwicklungsweg finden lassen. Wir stärken die Schwächeren, indem wir unsere Kräfte zur Verfügung stellen. Das bereichert auch uns und legt neue Kräfte frei. 4. Mit welchen Vorsätzen ist der Weg gepflastert? Mitmenschlichkeit und Fachlichkeit sind die Grundlage für gelingende Sozialarbeit. Sozialarbeit ist von gegenseitigem Gebenund Nehmen geprägt. Unsere Arbeit basiert auf der Satzung des Vereins und den jeweils gültigen Konzepten für die einzelnen Projekte. Gemeinsam sind wir stark: gemeinsam können wir mehr erreichen und gemeinsam übernehmen wir Verantwortung für uns, für andere und für die Gesellschaft. Gleichberechtigung, Vertrauen, Toleranz, Gesprächsbereitschaft, rücksichtsvoller Umgang und gegenseitige Achtung prägen unsere Begegnung und Arbeit mit unseren Mitmenschen. Wir halten Augen und Ohren offen, wir sensibilisieren uns für die Sorgen und Nöte unserer Mitmenschen. Wir arbeiten zielorientiert, lassen jedoch kreative und individuelle Handlungsspielräume zu. 5. Welche Aufgaben sind auf dem Weg zu meistern? Als basisdemokratischer Verein nehmen wir gesellschaftliche und politische Mitwirkungsmöglichkeiten wahr. Wir stärken Mitmenschen, indem wir sie ernst nehmen, annehmen und ihnen in Not eine Stütze sind. Wir ermöglichen Lebensfreude, indem wir Lebensfreude vermitteln, teilen, verdoppeln. Wir reißen künstlich errichtete Mauern zwischen Menschengruppen ein, indem wir diese Gruppen einander näher bringen. Wir bauen Brücken auf der Grundlage von Fairness und Offenheit, damit Solidarität geübt und christliche Nächstenliebe gelebt werden können. Wir schaffen Netzwerke für die Bewältigung der täglichen kleinen und größeren Probleme, wobei auch professionelle Hilfe angeboten wird. 6. Welche Wegstrecke wurde bereits zurückgelegt? Seit Vereinsgründung wurden bereits einige Projekte verwirklicht. Viele Aktionen wurden realisiert. Die nächsten Aktionen sind geplant. Wir arbeiten ganz konkret und zielstrebig mit den Kooperationspartnern. 7. Zusammenfassung Wir führen Deinen und meinen Weg zusammen. Wir helfen und unterstützen. Wir legen mit unserer Arbeit Ressourcen frei. Wir vermitteln und verwirklichen Integration im Alltag. Wir lassen Vertrauen wachsen, übernehmen und fordern Verantwortung. Wir finden, wo scheinbar kein Weg ist, aus den vielen möglichen Wegen kreativ und innovativ den optimalen heraus. Wir bieten Lebensfreude und Kollegialität allen, die mit uns tätig sind oder Kontakt zu uns suchen. Wir sind Mitmenschen auf dem Weg.
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